Kalender

Apr
24
Fr
Die Rechte von Kindern in der Stammzelltransplantation @ Zwinglihaus Basel
Apr 24 um 18:30 – 19:45

mit Christoph Rehmann-Sutter, Prof. für Theorie und Ethik der Biowissenschaften an der Universität zu Lübeck, Studium der Molekularbiologie am Biozentrum der Universität Basel, Studium der Philosophie und Soziologie, von 2001-2008 Präsident der Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin.

Die Entnahme von Knochenmark aus dem Körper eines Kindes, um damit das Leben eines leukämiekranken Geschwisterkindes zu retten, greift tief in die Rechte des spendenden Kindes ein. Wie im bekannten Film „My Sister’s Keeper“ („Beim Leben meiner Schwester“) dargestellt, können sich Konflikte ergeben, die im Vortrag diskutiert werden.

Moderation: Prof. em. Dr. Denise Buser

(Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Menschenrechte, wo es weh tut“)

Mai
27
Mi
Menschenrechtsschutz im Netz @ Zwinglihaus Basel
Mai 27 um 19:30 – 20:45

mit Carla Bergianti und Raphael Riedo, Auditorin und Auditor Bezirksgericht Horgen.

Muss/darf der Staat, wenn er soziale Medien nutzt, Verhaltensregeln aufstellen und Personen blockieren oder ihre Kommentare löschen, wenn sie sich nicht daran halten? Der Präsident der USA hat beispielsweise unliebsame Follower auf seinem Twitter account blockiert. Laut amerikanischen Gerichten verletzte das die Meinungsfreiheit der blockierten Personen, da Donald Trump den Twitter account nicht als Privatperson, sondern als Präsident der USA nutzte. Ähnliche Fragen stellen sich auch in der Schweiz. Denn auch hier nutzen Behörden Social Media und blockieren zum Teil Follower bzw. löschen ihre Kommentare.

Moderation: Dr. Nadine Zurkinden

(Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Menschenrechte, wo es weh tut“)

Okt
28
Mi
Strafrechtliche Unternehmen/Konzernverantwortung @ Zwinglihaus Basel
Okt 28 um 18:30 – 19:45

mit Dr. David Mühlemann, Strafrechtler, Public Eye; Dr. Nadine Zurkinden, Strafrechtlerin, Universität Zürich

Im Kontext der hochaktuellen Debatte um die Konzernverantwortung wird im Rahmen eines Volksbegehrens gefordert, dass international tätige Grossfirmen zu einer Sorgfaltsprüfung auf Menschenrechte und Umweltstandards rund um den Globus verpflichtet werden. International tätige Konzerne sollen überdies zivilrechtlich haftbar gemacht werden, für den Schaden,  den  durch  sie  kontrollierte  Tochterfirmen aufgrund der Verletzung von Menschenrechten oder Umweltstandards verursachen. Der Abend widmet sich der Frage, ob diese Verantwortlichkeit auch strafrechtlich durchgesetzt werden kann.

Moderation Dr. Mirjam Olah, Walder Wyss AG

(Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Menschenrechte, wo es weh tut“)

Dez
9
Mi
Justizvollzug und Menschenrechte @ Zwinglihaus Basel
Dez 9 um 18:30 – 19:45

mit Dr. Dominik Lehner, Präsident Fachkommission der Nordwest- und Innerschweiz zur Beurteilung gemeingefährlicher Straftäter

Wie soll der Staat auf Terrorismus reagieren? Gerechtigkeit schaffen mit langen Strafen? Mit Sicherungsverwahrung dafür sorgen, dass die Täter keine weiteren Taten begehen? Mit therapeutischer Behandlung versuchen, radikalisierte Straftäter zu entradikalisieren? Folgt man den Leser-Kommentaren in den Medien kann die gesellschaftliche Reaktion kaum hart genug ausfallen. Und billig muss es sein. Das macht es politisch attraktiv, Verbrechern gegenüber “eine harte Linie zu fahren“ und dabei werden deren Menschenrechte verletzt. Deshalb setzt sich der Europarat mit Strafvollzugsgrundsätzen, mit Kontrollen durch die Anti-Folter-Kommission (CPT) und mittels der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) ein für die Wahrung der Menschenrechte  der Gefangenen im Justizvollzug. Ausgerechnet im Justizvollzug, Schutz der Menschenrechte für solche, die die Rechte anderer verletzt haben. Weil Menschenrechte für alle gelten und weil Gefangene besonders verletzlich sind und weil da, wo Schmerz mit Schmerz vergolten wird, Grenzen gesetzt werden müssen.

Moderation: Prof. Dr. Felix Hafner

(Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Menschenrechte, wo es weh tut“)